Beryllium (Be) ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 4. Es gehört zur Gruppe 2 des Periodensystems und ist ein Erdalkalimetall. Beryllium ist ein hartes, graues Metall mit geringer Dichte und hoher Schmelztemperatur.
1. Einführung in Beryllium
Beryllium hat 4 Protonen, normalerweise 5 Neutronen und 4 Elektronen. Es kommt nicht frei in der Natur vor, sondern findet sich in Mineralien wie Beryll und Bertrandit. Aufgrund seines geringen Gewichts und seiner hohen Festigkeit wird es in leistungsstarken industriellen Materialien verwendet.
2. Physikalische und chemische Eigenschaften
Beryllium ist ein sehr leichtes und steifes Metall mit silbergrauer Farbe. Es hat eine hohe Schmelztemperatur (1.287 °C), eine geringe Dichte und ist nicht magnetisch. Beryllium besitzt eine ausgezeichnete Wärmeleitfähigkeit und reflektiert Röntgenstrahlen.
Es reagiert bei Raumtemperatur nicht mit Wasser und bildet schnell eine Oxidschicht, die es vor weiterer Korrosion schützt. Beryllium-Ionen (Be²⁺) sind klein und stark geladen, was den Verbindungen besondere chemische Eigenschaften verleiht.
3. Isotope von Beryllium
Natürlich vorkommendes Beryllium besteht fast ausschließlich aus einem stabilen Isotop:
- Beryllium-9 (⁹Be): 4 Protonen und 5 Neutronen (100 % natürliches Vorkommen)
Beryllium-10 (¹⁰Be) ist ein radioaktives Isotop, das in der Atmosphäre durch kosmische Strahlung entsteht und in der geologischen Datierung verwendet wird.
4. Industrielle Anwendungen
Beryllium wird in einer Reihe von Hochtechnologie-Anwendungen eingesetzt, insbesondere dort, wo geringes Gewicht und hohe Festigkeit wichtig sind:
| Anwendung | Beschreibung |
| Luft- und Raumfahrt | Leichtes und starkes Metall für Strukturen und Komponenten in der Luftfahrt und bei Satelliten. |
| Kernphysik | Wird als Moderator oder Reflektor in bestimmten Kernreaktoren und als Targetmaterial für Neutronenquellen verwendet. |
| Elektronik | Beryllium-Kupfer-Legierungen werden in Kontakten und Federn aufgrund ihrer hohen elektrischen Leitfähigkeit und Festigkeit eingesetzt. |
5. Sicherheit und Vorkommen
Beryllium kommt in geringen Mengen in der Erdkruste vor, aber seine Gewinnung und Verarbeitung erfordert große Sorgfalt.
Das Einatmen von Berylliumstaub kann zu einer schweren Lungenerkrankung namens Berylliose führen. Aus diesem Grund gibt es in der Industrie strenge Sicherheitsvorkehrungen. Beryllium ist nicht dafür bekannt, für biologische Funktionen beim Menschen wichtig zu sein.