Golf – Das Spiel auf dem Grün
Regeln, Etikette und praktische Tipps
sportGolf
Nachfolgend findest du die wichtigsten Regeln für das Spiel auf dem Grün, was du darfst und nicht darfst, wie du Putts liest und wie du besondere Situationen wie z. B. einen sich bewegenden Ball, Wasser auf dem Grün und überhängende Bälle handhabst.
Markieren und Aufnehmen des Balls
Du darfst den Ball auf dem Grün immer aufnehmen, um ihn zu reinigen oder um zu vermeiden, dass andere Spieler den Ball treffen.
Markieren des Balls
Der Ball muss immer markiert werden, bevor er aufgenommen wird, was typischerweise mit einem Marker oder einer Münze geschieht. Der Marker wird direkt hinter dem Ball platziert.
Wiederplatzieren des Balls
Der Ball muss genau an derselben Stelle wieder platziert werden, an der er aufgenommen wurde. Dies geschieht, indem der Ball direkt vor dem Marker platziert wird. Es ist erlaubt, den Ball zu drehen, sodass eventuelle Markierungen auf dem Ball helfen können, die richtige Linie zu treffen.
Unbeabsichtigtes Bewegen von Ball oder Marker
Wenn du versehentlich den Ball oder den Marker bewegst, ist das normalerweise straflos. Ball oder Marker werden an ihre ursprüngliche Position zurückgelegt.
Lesen der Linie
Das Lesen der Linie ist eine Fähigkeit, die für neue Spieler fast magisch erscheint, da es Erfahrung erfordert, das Grün richtig zu lesen.
Lesen des Grüns
Das Lesen des Grüns bedeutet, Hoch- und Tiefpunkte zu finden. Eine Möglichkeit ist, sich hinter den Ball zu knien und in Richtung Fahne zu schauen. Eine andere Möglichkeit ist, um Ball und Loch herumzugehen, um das Gefälle zu spüren.
Man darf nicht...
die Bedingungen verbessern, indem man eine Rinne drückt.
einen Ball über die Linie rollen, um das Grün zu testen.
den Caddie oder Mitspieler auf der Verlängerung deiner Puttlinie hinter dir stehen lassen, wenn du dich hinstellst und schlägst.
Loch und Fahnenstange
Beim Putten kann die Fahne sowohl dein Freund als auch dein Feind sein. Die Stange kann einen Ball stoppen, der mit hoher Geschwindigkeit am Loch vorbeigeht. Sie kann aber auch verhindern, dass der Ball ins Loch fällt, wenn sie schief steht.
Hier sind die wichtigsten Punkte:
Du darfst mit der Fahnenstange im Loch, ohne Fahnenstange oder mit bedienter Fahne putten.
Wenn dein Ball vom Grün die Fahnenstange im Loch trifft, gibt es keine Strafe.
Ein Ball, der sich an die Fahnenstange klemmt und ein Teil des Balls unterhalb der Lochkante ist, gilt als eingelocht.
Überhängender Ball: Du hast angemessen Zeit, das Loch zu erreichen + weitere 10 Sekunden. Fällt er vorher ins Loch, gilt er ohne Zusatz als eingelocht; fällt er danach hinein, wird ein Strafschlag hinzugefügt.
Was darfst du auf dem Grün reparieren?
Du darfst Schäden auf dem Grün reparieren – z. B. Pitchmarken, Schuh‑/Spikeabdrücke, Einschlagstellen von Bällen und Schäden durch Tiere. Du darfst keinen normalen Verschleiß oder Aerationslöcher reparieren.
Sand und lose Erde dürfen auf dem Grün entfernt werden (anders als auf dem Rest des Platzes).
Lose Naturstoffe (Blätter, kleine Zweige) dürfen entfernt werden.
Repariere Schäden schonend – ohne eine Rinne in deine Linie zu „formen“.
Wenn sich der Ball auf dem Grün bewegt
Vor dem Markieren/Aufnehmen: Bewegt sich der Ball durch Wind oder Gefälle, wird er von der neuen Stelle gespielt.
Nach dem Wiederplatzieren: Wenn sich der Ball später aus natürlichen Gründen bewegt, muss er normalerweise an seine markierte Stelle zurückgelegt werden.
Unbeabsichtigte Berührung: Bewegst du selbst den Ball oder Marker versehentlich auf dem Grün, gibt es keine Strafe; zurücklegen.
Wenn ein sich bewegender Ball etwas trifft
Wird versehentlich ein Mitspieler, Ausrüstung oder die Fahnenstange auf dem Grün getroffen, gibt es normalerweise keine Strafe; der Ball wird gespielt, wie er liegt.
Absicht oder Versuch, einen sich bewegenden Ball zu beeinflussen, kann zu Strafe und in schweren Fällen zur Disqualifikation führen.
Erleichterungen auf dem Grün (Wasser/GUR usw.)
Vorübergehendes Wasser oder abnormale Platzverhältnisse auf dem Grün: kostenlose Erleichterung durch Platzieren des Balls am nächstgelegenen Punkt für vollständige Erleichterung auf dem Grün (nicht näher zum Loch).
Sand/lose Erde: Einfach entfernen – kein Erleichterungsverfahren nötig.
Lochpfropfen/Bereiche mit Reparatur: Ist es GUR auf dem Grün, gilt die freie Erleichterung wie oben beschrieben.
Reihenfolge, „Ready Golf“ und Etikette
Reihenfolge: Der Spieler, der am weitesten vom Loch entfernt ist, schlägt normalerweise zuerst. Im normalen Spiel wird zu Ready Golf ermutigt, um Zeit zu sparen – wenn es sicher ist.
Ruhe und Position: Vermeide es, im Sichtfeld der Mitspieler zu stehen oder Schatten über deren Linie zu werfen. Sei leise.
Vorsichtig treten: Gehe um die Puttlinien anderer herum; vermeide tiefe Abdrücke mit den Schuhen.
Fahnenstange: Vereinbare, ob sie im Loch bleiben, entfernt oder bedient werden soll. Lege sie vorsichtig ab, damit das Grün nicht beschädigt wird.
Spieltempo: Bereite dich vor, während andere schlagen. Putte fertig, wenn du nah am Loch bist und es sicher ist.
Aufräumen: Repariere Einschlagstellen, entferne Sand/lose Erde, lege ggf. Green-Erklärungsmaterial zurück.
Typische Strafsituationen (kurze Übersicht)
Situation
Regel/Handlung
Strafschlag
Unbeabsichtigtes Bewegen von Ball/Marker auf dem Grün
Zurücklegen
0
Bewusste Verbesserung der Puttlinie (z. B. Rinne drücken)
Unzulässige Verbesserung
Allgemeine Strafe (typisch +2)
Caddie/Mitspieler steht auf der Linie hinter dir beim Stand/Schlag
Positionsverstoß
Allgemeine Strafe
Vom Grün geputteter Ball trifft die Fahnenstange im Loch
Erlaubt
0
Überhängender Ball fällt nach 10 Sekunden ins Loch
Eingelocht mit einem zusätzlichen Schlag
+1
Denke daran: Die Grün-Regeln sind dazu da, das Spiel flüssig zu halten und die feinste Oberfläche des Platzes zu schützen. Markiere korrekt, spiele in gutem Tempo und repariere nach dir – so wird die Runde für alle besser.