Wenn man ein Auto auswählt, war eine der ersten Überlegungen früher (bevor Elektroautos populär wurden): Soll es mit Diesel oder Benzin fahren? Beide Kraftstoffarten haben Vor- und Nachteile, und die dahinterstehenden Motoren unterscheiden sich deutlich in Technik, Leistung und Anwendung. In diesem Artikel gehen wir die wichtigsten Unterschiede zwischen Diesel und Benzin durch – sowohl als Kraftstoffe als auch als Motorprinzipien.
Benzin und Diesel sind beide Produkte aus Rohöl, aber ihre chemische Zusammensetzung und Eigenschaften sind unterschiedlich:
Diesel enthält im Durchschnitt ca. 10–15 % mehr Energie pro Liter als Benzin. Das macht Dieselfahrzeuge bei längeren Fahrten wirtschaftlicher. Dafür verschmutzt Diesel typischerweise mehr mit NOx und Partikeln – es sei denn, es werden fortschrittliche Filter und AdBlue-Systeme verwendet.
Der Benzinmotor funktioniert so, dass ein Gemisch aus Luft und Benzin in den Zylinder gelangt. Dort wird das Gemisch komprimiert und anschließend von einer Zündkerze gezündet, was eine kontrollierte Explosion erzeugt, die den Kolben nach unten drückt.
Benzinmotoren arbeiten typischerweise mit niedrigerer Kompression und höheren Drehzahlen. Sie sind bekannt für ihr schnelles Ansprechverhalten, ihren leisen Lauf und die Fähigkeit, hohe Leistung aus kleinen Motoren zu erzeugen.
DieselmotorDer Dieselmotor funktioniert anders. Hier wird nur die Luft im Zylinder komprimiert – auf einen sehr hohen Druck – wodurch die Temperatur stark ansteigt. Wenn dann Diesel eingespritzt wird, entzündet er sich selbst bei der hohen Temperatur.
Dieselmotoren haben eine höhere Kompression, niedrigere Drehzahlen und mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Sie sind kraftstoffeffizienter und langlebiger, aber oft schwerer und lauter als Benzinmotoren.
Dieselfahrzeuge waren viele Jahre lang wegen ihrer Kraftstoffeffizienz bevorzugt – besonders in Europa. Doch mit dem zunehmenden Fokus auf Luftqualität und CO₂-Ausstoß hat Diesel einen schlechteren Ruf bekommen, insbesondere in Stadtgebieten mit Partikelverschmutzung und NOx-Problemen.
Moderne Benziner mit Turbomotoren und Direkteinspritzung haben den Unterschied bei Verbrauch und Emissionen verringert. Gleichzeitig verfügen sowohl Benzin- als auch Dieselfahrzeuge über fortschrittliche Emissionssysteme, die die Umweltbelastung reduzieren.
Mit dem Übergang zu Elektro- und Hybridfahrzeugen wird der Unterschied für viele weniger relevant. Dennoch sind sowohl Benzin als auch Diesel weiterhin verbreitet – besonders für Pendler, gewerbliche Nutzung und Schwertransporte.
Die Wahl zwischen Benzin und Diesel hängt in erster Linie von deinen Fahrbedürfnissen ab:
Benzin und Diesel unterscheiden sich sowohl als Kraftstoffe als auch in der Art, wie die Motoren konstruiert sind. Benzinmotoren sind leichter, leise und gut für kürzere Strecken, während Dieselmotoren kraftstoffeffizient und stark bei schwerer Last und langen Distanzen sind.
Die beste Wahl hängt von deinem Fahrstil und deinen Bedürfnissen ab. Mit mehr Alternativen wie Elektro und Hybrid ist es heute wichtiger denn je, sowohl Wirtschaftlichkeit, Umwelt als auch Funktionalität zu berücksichtigen, bevor du den Antrieb wählst.