mad og drikke Kaffe
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Türkischer Kaffee ist eine der ältesten und traditionsreichsten Brühmethoden der Welt. Er zeichnet sich durch seinen starken Geschmack, feinen Schaum und den Satz am Boden aus – und wird in einem speziellen kleinen Kupferkännchen namens cezve (oder ibrik) zubereitet.

Das Getränk wird langsam und oft in geselliger oder zeremonieller Runde genossen, besonders in der Türkei, im Nahen Osten, auf dem Balkan und in Nordafrika. 2013 wurde türkischer Kaffee in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Ausrüstung und Zutaten

Um echten türkischen Kaffee zu kochen, benötigst du Folgendes:

  • Cezve: Ein kleines Kännchen mit langem Griff, traditionell aus Kupfer gefertigt.
  • Sehr fein gemahlener Kaffee: Oft feiner als Espresso – fast wie Puder.
  • Kalten Wasser: Am besten gefiltert für besseren Geschmack.
  • Zucker (optional): Wird während des Brühens hinzugefügt, nicht danach.
  • Gewürze (optional): Kardamom ist in vielen Regionen eine beliebte Zugabe.

Hinweis: Türkischer Kaffee wird ohne Milch oder Sahne zubereitet. Er wird schwarz getrunken.

So bereitest du türkischen Kaffee zu

Dieses Rezept ist für eine Tasse (ca. 100 ml), du kannst die Menge aber leicht nach Bedarf erhöhen.

Schritt für Schritt:
  1. Gieße 1 Tasse kaltes Wasser in die cezve.
  2. Füge 1–2 Teelöffel sehr fein gemahlenen Kaffee pro Person hinzu.
  3. Füge Zucker hinzu, falls gewünscht:
    • Kein Zucker: sade
    • Wenig Zucker: az şekerli
    • Mittel: orta şekerli
    • Gesüßt: şekerli
  4. Rühre die Zutaten gründlich zusammen, bevor du die Hitze einschaltest.
  5. Erhitze langsam bei niedriger Hitze. Nicht mehr umrühren!
  6. Nach ein paar Minuten beginnt der Kaffee an den Rand zu schäumen – kurz bevor er kocht, sofort vom Herd nehmen.
  7. Verteile den Schaum mit einem Löffel in der Tasse. Stelle die cezve wieder auf den Herd und lasse sie noch einmal aufschäumen.
  8. Gieße den restlichen Kaffee vorsichtig in die Tasse, ohne den Satz zu sehr aufzuwirbeln.

Servieren und Tradition

Türkischer Kaffee wird normalerweise in kleinen Porzellantassen ohne Henkel (fincan) serviert, gerne mit einem Glas kaltem Wasser und vielleicht etwas Lokum (türkische Süßigkeit).

Man trinkt den Kaffee langsam, genießt den Geschmack und lässt den Satz zu Boden sinken. Die Tasse wird nicht ganz geleert.

In manchen Kulturen wird der Kaffeesatz anschließend als eine Art Wahrsagerei (Kaffeesatzlesen) gedeutet – eine gemütliche und spirituelle Tradition unter Freunden und Familie.

Tipps und Variationen

  • Schaum ist Ehre: Ein dicker, stabiler Schaum ist ein Zeichen für gelungenen türkischen Kaffee.
  • Keine Eile: Langsam erhitzen – zu hohe Hitze zerstört den Schaum und den Geschmack.
  • Kardamom: Füge eine Prise gemahlenen Kardamom für einen authentischen arabischen Stil hinzu.
  • Zuckerbalance: Zucker kann nach dem Brühen nicht mehr angepasst werden – entscheide dich vorher.

Fazit

Türkischer Kaffee ist mehr als nur ein Getränk – es ist ein Erlebnis. Eine ruhige Pause, ein kulturelles Ritual und ein Handwerk, bei dem Geduld und Präzision mit intensivem Geschmack und schönem Schaum belohnt werden. Probiere es selbst aus und du wirst entdecken, warum diese Methode seit Jahrhunderten überlebt hat.


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