Der Quintenzirkel ist ein grundlegendes Werkzeug in der Musiktheorie, das die Zusammenhänge zwischen allen 12 Dur- und Moll-Tonarten zeigt. Er ist als Kreis aufgebaut, wobei jeder Schritt im Uhrzeigersinn einer reinen Quinte nach oben (fünf Töne) entspricht und jeder Schritt gegen den Uhrzeigersinn einer reinen Quinte nach unten.
In der Mitte des Kreises befindet sich die Tonart C-Dur (keine Vorzeichen). Geht man im Uhrzeigersinn, wird für jede Quinte ein Kreuz (#) hinzugefügt: C → G → D → A → E → B → F# → C#. Geht man gegen den Uhrzeigersinn, wird für jede Quinte ein b (♭) hinzugefügt: C → F → B♭ → E♭ → A♭ → D♭ → G♭ → C♭.
Jede Dur-Tonart hat eine parallele Moll-Tonart, die die gleichen Vorzeichen teilt. Die parallele Moll-Tonart liegt immer drei Halbtöne (eine kleine Terz) unter der Dur-Tonart. Zum Beispiel: C-Dur ↔ A-Moll, G-Dur ↔ E-Moll.
Wir haben eine grafische Visualisierung des Quintenzirkels erstellt. Du kannst auf die Grafik unten klicken und eine große Version des Bildes erhalten.
Wenn du eine Melodie in D-Dur spielst und in eine verwandte Tonart modulieren möchtest, kannst du den Quintenzirkel nutzen, um die nächsten zu finden: G-Dur (eine Quinte nach unten) oder A-Dur (eine Quinte nach oben). Diese Wechsel wirken für das Ohr natürlich, da die Tonarten viele Töne gemeinsam haben.