Eishockey ist ein Mannschaftssport, bei dem zwei Teams mit jeweils sechs Spielern auf dem Eis versuchen, Tore zu erzielen, indem sie den Puck ins gegnerische Tor schießen. Das Spiel findet auf einer eisbedeckten Spielfläche statt, die normalerweise 60 Meter lang und 30 Meter breit ist. In Nordamerika werden oft etwas kleinere Spielfelder verwendet.
Auf dem Spielfeld sind eine Mittellinie, ein Mittelkreis, zwei blaue Linien, zwei Torlinien und vier Anspielkreise markiert. Der Bereich zwischen den beiden blauen Linien wird als neutrale Zone bezeichnet. Die Bereiche zwischen einer blauen Linie und der Torlinie heißen je nach Puckbesitz Angriffszone bzw. Verteidigungszone.
Es gibt insgesamt neun Anspielpunkte auf dem Spielfeld. Einer im Mittelkreis, der zu Spielbeginn und nach Toren verwendet wird, vier in der neutralen Zone und vier in den beiden Endzonen – zwei in jedem Ende. Das Anspiel dient dazu, das Spiel nach Unterbrechungen wieder aufzunehmen.
Eine Eishockeymannschaft hat gleichzeitig sechs Spieler auf dem Eis: einen Torwart, zwei Verteidiger (Abwehrspieler), zwei Flügelspieler und einen Center.
Der Center ist oft der beweglichste Spieler der Mannschaft. Er beteiligt sich sowohl am Angriff als auch an der Verteidigung und führt normalerweise die Anspiele aus. Im Angriffsspiel agiert der Center häufig als Spielmacher und hilft dabei, Torchancen für die Mitspieler zu kreieren.
Die Flügelspieler spielen im Angriff auf beiden Seiten des Centers. Sie sind typischerweise schnelle Spieler, die Druck auf die gegnerische Abwehr ausüben und für Abschlüsse bereit sein sollen. In der Verteidigung helfen sie, die gegnerischen Verteidiger zu decken und Schüsse von der blauen Linie zu verhindern.
Die beiden Verteidiger spielen hauptsächlich im defensiven Bereich des Spielfelds. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, das eigene Tor zu schützen, Schüsse zu blocken und gegnerische Angriffe zu unterbinden. Im Angriffsspiel halten sie oft Position an der blauen Linie, von wo aus sie aufs Tor schießen oder den Puck in der Zone halten können.
Der Torwart verteidigt das Tor, das 122 cm hoch und 183 cm breit ist. Vor dem Tor befindet sich das Torraum – auch Torraum genannt. Gegenspieler dürfen sich nicht im Torraum aufhalten und dabei den Torwart an seiner Arbeit hindern.
Abseits wird gepfiffen, wenn ein angreifender Spieler die gegnerische blaue Linie vor dem Puck überquert. Damit das Spiel fortgesetzt werden kann, muss der Puck als erstes die blaue Linie in die Angriffszone überqueren.
Kommt es zu einem Abseits, wird das Spiel unterbrochen und ein Anspiel in der neutralen Zone außerhalb der Angriffszone durchgeführt.
Icing wird gepfiffen, wenn ein Spieler den Puck von der eigenen Spielfeldhälfte aus über die gesamte gegnerische Torlinie schießt, ohne dass er unterwegs berührt wird. Die Regel wurde eingeführt, um zu verhindern, dass Teams den Puck einfach wegschießen, um Zeit zu gewinnen.
Wird Icing gepfiffen, wird das Spiel zum Anspiel in die eigene Verteidigungszone der Mannschaft verlegt, die das Icing verursacht hat. Das Team darf vor dem Anspiel auch keine Auswechslungen vornehmen.
Beinstellen (Tripping) entsteht, wenn ein Spieler seinen Schläger, Arm, Bein oder Körper benutzt, um einen Gegenspieler zu Fall zu bringen oder aus dem Gleichgewicht zu bringen. Das passiert oft, indem der Schläger zwischen oder vor die Schlittschuhe des Gegners platziert wird.
Beinstellen wird normalerweise mit zwei Minuten auf der Strafbank geahndet. Verhindert das Foul eine klare Torchance, kann der Schiedsrichter stattdessen einen Penalty verhängen.
Haken (Hooking) entsteht, wenn ein Spieler den Schläger benutzt, um einen Gegenspieler festzuhalten oder zurückzuziehen. Typischerweise wird der Schläger um den Körper, die Arme oder den Schläger des Gegners gelegt, um dessen Vorwärtsbewegung zu behindern.
Haken wird normalerweise mit zwei Minuten Zeitstrafe geahndet. Wird durch das Foul eine klare Torchance verhindert, kann ein Penalty verhängt werden.
Behinderung (Interference) wird gepfiffen, wenn ein Spieler einen Gegenspieler daran hindert, sich frei zu bewegen, obwohl dieser nicht im Besitz des Pucks ist.
Beispiele für Behinderung sind:
Behinderung wird normalerweise mit zwei Minuten Zeitstrafe geahndet.
Stockschlag (Slashing) wird gepfiffen, wenn ein Spieler seinen Schläger mit Kraft gegen einen Gegenspieler schwingt, unabhängig davon, ob es zu Kontakt kommt oder nicht. Oft handelt es sich um Schläge gegen Handschuhe oder Beine.
Stockschlag wird normalerweise mit zwei Minuten Zeitstrafe geahndet, aber harte oder gefährliche Schläge können zu einer höheren Strafe führen.
Hoher Stock wird gepfiffen, wenn ein Spieler einen Gegenspieler mit dem Schläger oberhalb der Schulter trifft. Da dies gefährlich sein kann, wird es in der Regel mit zwei Minuten Zeitstrafe geahndet. Kommt es zu einer Verletzung des Gegners, kann die Strafe höher ausfallen.
Eishockeyspieler tragen umfangreiche Schutzausrüstung, darunter Helm mit Visier, Schulterpolster, Ellbogenschützer, Handschuhe, Beinschoner und Schlittschuhe. Torhüter haben besonders verstärkte Ausrüstung, größere Handschuhe und einen breiteren Schläger, um den Puck besser abwehren zu können.
Der Puck besteht aus hartem Gummi und wiegt etwa 170 Gramm. Er kann sich mit sehr hoher Geschwindigkeit bewegen, was die Schutzausrüstung notwendig macht.